Nächstes Jahr, ja dann…

Das Jahr geht zu Ende und der Zeitpunkt an dem sich viele Menschen fest etwas vornehmen, rückt näher.
Doch wie häufig können wir die guten Vorsätze, die unglaublich tollen Veränderungen in unserem Leben tatsächlich umsetzen?

Gute Vorsätze…wozu brauche ich sie?

Wenn ich es mir recht überlege, nutzt man sie grundsätzlich für Optimierungen. Gerade die “guten Vorsätze” werden für einen Neustart, einen Neuanfang aus der Ideenkiste gekramt.

Das alte Jahr, wie ist es gelaufen?
Was könnte ich besser machen?
Könnte ich MICH endlich mal verbessern?

Und dann tauchen sie auf, die “GUTEN VORSÄTZE”.
Vielleicht sind es alte Freunde vom vorherigen Jahr oder auch neue bahnbrechende Erkenntnisse, die jetzt umgesetzt werden sollen.

Ja, nächstes Jahr…

Vorsätze wachsen ganz langsam. Sie stammen von Ideen ab, die der Verstand produziert.
Sie beginnen als zarte Pflänzchen und heißen “Ich müsste mal…” oder “Ich könnte mal…”.

Um als Vorsatz herangezogen zu werden, setzen wir später etwas mehr Dynamik ein.
Das Wort “wirklich” wird eingeschoben. “Ich müsste wirklich mal…” . Die Ernsthaftigkeit der Überlegung ist schon fast greifbar, also wirklich.
Und wenn es bei diesen Formulierungen und der inneren Haltung bleibt, haben wir was?

Eine wunderbare Steilvorlage für das vorprogrammierte Scheitern.

Seien wir doch ehrlich…”ich müsste wirklich mal…” hat so viel Durchschlagskraft wie ein weichgekochtes Ei.
Wir wollen schließlich eine wahrscheinlich schlechte Gewohnheit ändern.
Schlechte Gewohnheiten sind hart wie Stahl und nicht weich wie Butter!

Langsam dämmert es.
So einfach ist das nicht mit der Umsetzung guter Vorsätze.
So langsam wird auch klar, warum so viele gute Vorsätze den Januar nicht überleben.

Jetzt stellt sich die Frage:
Kann ich mir die guten Vorsätze sparen?

Nein.
Denn schon die Überlegung, dass ich etwas ändern möchte, setzt Prozesse in Gang, die mir gut tun werden. Ich habe immerhin den Willen mich zu ändern.

Welche Zutaten brauche ich also, damit ich tatsächlich einen Vorsatz entwickeln kann, der auch gut umsetzbar ist?

1. Zutat

Das Projekt darf nicht zu groß sein.
Je größer dein Vorhaben ist, desto größer ist die Chance des Scheiterns.
Such dir etwas, was überschaubar UND realistisch für dich ist.
Es macht keinen Sinn sich einen riesigen Berg an Dingen vorzunehmen, die nur zur Belastung werden.
Lieber etwas kleiner denken und dafür aber auch die Umsetzung schaffen. Das motiviert sehr und führt sogar zum Weitermachen.
Wenn wir das Beispiel Süßes nehmen, dann wäre der totale Verzicht sehr hoch gegriffen bei jemanden, der tatsächlich ein Problem mit Süßigkeiten hat.
Aber ein Herantasten, ein regelmäßiger kleiner Verzicht, wäre schon der erste erfolgreiche Schritt zur besseren Kontrolle.

2. Zutat

Mache einen Vertrag mit dir selbst, am besten schriftlich.
Wir wollen etwas ändern, dass uns stört.
Das ist leichter gesagt , als getan, denn schließlich handelt es sich meistens um eine Gewohnheit.
Unser Verstand kennt viele Wege, ein Verbot zu umgehen, besonders wenn das Verbot nicht klar formuliert ist.
Also ist es eine gute Idee, die Grenzen, innerhalb derer man sich bewegen darf, aufzuschreiben.
Und das Schriftliche hat einen weiteren, großen Vorteil:
man beschäftigt sich aktiv und intensiv mit dem Thema und kann dabei die Durchsetzungskraft deutlich verstärken.
Außerdem fallen die möglichen Ausreden und Umwege direkt ins Auge und können von Anfang an unschädlich gemacht werden.

3. Zutat

Mach einen Plan.
Überlege dir genau, welche Schritte nötig sind, um das Ziel zu erreichen.
Ein ausgeklügelter Plan hilft dir, deinen guten Vorsatz Wirklichkeit werden zu lassen.
Häufig entsteht der Wunsch ein paar Kilo abzunehmen, besonders nach den Weihnachtsfeiertagen. Wenn jetzt das Abnehmziel nicht zu hoch angesetzt wird, also irgendwo im Bereich 3 bis 5 Kilo liegt, dann ist es recht einfach dafür einen Plan über die nächsten 4 bis 8 Wochen aufzustellen.
Der Wille so etwas durchzuhalten wird gestärkt, da das Ziel in erreichbare Nähe rückt und der Ablauf überschaubar ist.
Überschaubarkeit ist für das Durchhalten solcher Projekte von ganz ausschlaggebender Wichtigkeit.

4. Zutat

Sprich darüber.
Wenn wir mit anderen Menschen über unsere Vorhaben sprechen, haben wir das Gefühl einer leichten Verpflichtung. Und es ist uns durchaus etwas peinlich, wenn wir es nicht schaffen. Das heißt, wenn wir überlegen die Sache hinzuschmeißen, kann unser Pflichtbewusstsein etwas dazu beitragen, noch einmal hin und her zu überlegen, ob wir den guten Vorsatz doch noch eine Chance geben.

5. Zutat

Die wichtigste Zutat überhaupt.
Das Gleichgewicht zwischen Verstand und Emotionen.
Wenn dein guter Vorsatz nur durch deinen festen Willen durchzuhalten ist, wirst du scheitern, versprochen.
Es dauert vielleicht ein paar Wochen oder auch ein paar Monate, aber du wirst auf Dauer die Veränderung nicht halten können.
Deine Gefühle können einfach unglaublich starke Verbündete sein, aber auch genauso starke Gegner. Du brauchst sie aber zwingend, um dein Vorhaben umzusetzen.
Wenn deine Emotionen die Idee in deinem Vorsatz toll finden, ihn feiern und dich für den genialsten Ideenhelden aller Zeiten halten, dann hast du schon fast gewonnen.
Wenn ein eindeutiges “verdammt, ich WILL das nicht mehr” dahinter steht, bist du deinem Ziel schon ganz nah.
Die anderen vier Zutaten werden dich dabei gut unterstützen.

Und wenn es trotz allem doch nicht klappt?
Dann ist der Unterschied zwischen deinem Verstand und deinen Emotionen zu groß.
Deine Willenskraft wird aufgerieben und das war´s dann mit dem guten Vorsatz für das neue Jahr.

Denn einer der schwersten inneren Kämpfe ist der, zwischen dem, was du fühlst und dem, was du weißt…

Aber das Schöne ist: wir können jedes Jahr etwas Neues aussuchen mit dem wir uns verbessern oder andere optimieren können.
Neues Jahr, neues Glück.

Und bis zum Jahresende ist ja auch noch etwas Zeit, da kann man sich noch viele Sachen überlegen, die man ändern möchte oder eben auch nicht.
Man kann auch zu ein paar schlechten Angewohnheiten einfach stehen.

Such dir was Schönes aus und setz es um. Das kann auch Spaß machen…und Spaß ist die eigentliche, ganz besondere Geheim-Zutat….aber psssst, nicht weitersagen. 😉

Welche “guten Vorsätze” haben bei dir wirklich funktioniert? Teile doch deine Erfahrungen mit uns in den Kommentaren.

Herzlichst

Sabine

PS: Solltest du bemerken, dass dein innerer Kampf so groß ist, dass du dir Hilfe und Unterstützung wünscht, dann kann ich dir die OMNI-Hypnose sehr empfehlen.
Tiefenentspannt das Gleichgewicht zwischen Herz und Verstand wieder herzustellen, ist einfach wunderbar.
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